Jost Reinhold Stiftung

Das sprechende Wildschwein

Es war einmal ein Wildschwein. Das lebte ganz allein im Wald. Eines Tages fand es auf dem Boden ein verletztes Eichhörnchen. Das Wildschwein hatte Mitleid und pflegte das Eichhörnchen so lange, bis es wieder gesund war. Da schenkte das Eichhörnchen dem Wildschwein eine Zaubernuss und sprach:”Wenn du diese Nuss frisst, darfst du dir etwas wünschen.” Das Wildschwein bedankte sich, fraß die Nuss und wünschte sich, mit allen Lebewesen sprechen zu können.
Eines Tages geriet das Wildschwein in eine Falle. Es war ganz verzweifelt. Es dauerte auch nicht lange, bis der Jäger kam. Er freute sich über seinen Fang. Doch plötzlich glaubte er, seinen Ohren nicht zu trauen. Das Wildschwein sprach zu ihm:”Lass mich frei!” Der Jäger war ganz erschrocken. “Lass mich frei oder ich verwandele dich in eine Schnecke!”, sagte das Wildschwein.
Vor Schreck ließ der Jäger alles fallen und rannte weg, so schnell ihn seine Beine trugen. Das Wildschwein konnte sich befreien und beschloss auf Wanderschaft zu gehen. Auf seiner Wanderschaft fand es ein Spatzenkind, das aus dem Nest gefallen war. Das Wildschwein hob es auf und brachte es zu seinem Nest zurück.
Der Spatz bedankte sich und piepste: “Wenn du einmal in Not bist, werde ich dir helfen.” “Was willst du kleiner Piepmatz schon für mich tun?”, dachte das Wildschwein, aber es war höflich und sagte nichts.
Ein paar Tage später entdeckte das Wildschwein einen jungen Biber, der sich im Gebüsch verfangen hatte. Mit seinen starken Zähnen biss das Wildschwein die Wurzelschlingen einfach durch und rettete den Biber. Der Biber bedankte sich und sprach: “Wenn du einmal in Not bist, werde ich dir helfen.” “Was willst du kleiner Wasserpantscher schon für mich tun?”, dachte das Wildschwein, aber es war höflich und sagte nichts.
Einem kleinen Igel, der sich verlaufen hatte, half es auch. Der Igel bedankte sich und versichterte dem Wildschwein: “Wenn du einmal in Not bist, werde ich dir helfen”. Das Wildschwein sagte nichts, denn es war ein sehr höfliches Tier. Doch es dachte: “Was will diese kleine Stachelkugel schon für mich tun?”. Bald darauf kam unser Wildschwein in einen großen unheimlichen Wald.
Kein Laut war zu hören, kein Tier war zu sehen. Plötzlich stand ein Zauberer vor dem Wildschwein. “Was machst du in meinem Wald? Niemand darf ohne Erlaubnis meinen Wald betreten, sonst ist er des Todes”, grollte der böse Zauberer. “Aber da du nicht aus dieser Gegend bist, will ich noch einmal gnädig sein! Ich stelle dir drei Aufgaben. Löst du sie, kannst du gehen. Schaffst du es nicht, gehört mir dein Leben.” Darauf holte er ein Stück Papier aus seiner Tasche, zeriss es in 1000 Stücke und zerstreute sie. “Bis zum Morgengrauen müssen alle Stücke wieder hier sein. Fehlt auch nur ein Stück, ist dein Leben verwirkt.” Dann verschwand er.
Das sprechende Wildschwein
Es war einmal ein Wildschwein. Das lebte ganz allein im Wald. Eines Tages fand es auf dem Boden ein verletztes Eichhörnchen. Das Wildschwein hatte Mitleid und pflegte das Eichhörnchen so lange, bis es wieder gesund war. Da schenkte das Eichhörnchen dem Wildschwein eine Zaubernuss und sprach:”Wenn du diese Nuss frisst, darfst du dir etwas wünschen.” Das Wildschwein bedankte sich, fraß die Nuss und wünschte sich, mit allen Lebewesen sprechen zu können.
Eines Tages geriet das Wildschwein in eine Falle. Es war ganz verzweifelt. Es dauerte auch nicht lange, bis der Jäger kam. Er freute sich über seinen Fang. Doch plötzlich glaubte er, seinen Ohren nicht zu trauen. Das Wildschwein sprach zu ihm:”Lass mich frei!” Der Jäger war ganz erschrocken. “Lass mich frei oder ich verwandele dich in eine Schnecke!”, sagte das Wildschwein.
Vor Schreck ließ der Jäger alles fallen und rannte weg, so schnell ihn seine Beine trugen. Das Wildschwein konnte sich befreien und beschloss auf Wanderschaft zu gehen. Auf seiner Wanderschaft fand es ein Spatzenkind, das aus dem Nest gefallen war. Das Wildschwein hob es auf und brachte es zu seinem Nest zurück.
Der Spatz bedankte sich und piepste: “Wenn du einmal in Not bist, werde ich dir helfen.” “Was willst du kleiner Piepmatz schon für mich tun?”, dachte das Wildschwein, aber es war höflich und sagte nichts.
Ein paar Tage später entdeckte das Wildschwein einen jungen Biber, der sich im Gebüsch verfangen hatte. Mit seinen starken Zähnen biss das Wildschwein die Wurzelschlingen einfach durch und rettete den Biber. Der Biber bedankte sich und sprach: “Wenn du einmal in Not bist, werde ich dir helfen.” “Was willst du kleiner Wasserpantscher schon für mich tun?”, dachte das Wildschwein, aber es war höflich und sagte nichts.
Einem kleinen Igel, der sich verlaufen hatte, half es auch. Der Igel bedankte sich und versichterte dem Wildschwein: “Wenn du einmal in Not bist, werde ich dir helfen”. Das Wildschwein sagte nichts, denn es war ein sehr höfliches Tier. Doch es dachte: “Was will diese kleine Stachelkugel schon für mich tun?”. Bald darauf kam unser Wildschwein in einen großen unheimlichen Wald.
Kein Laut war zu hören, kein Tier war zu sehen. Plötzlich stand ein Zauberer vor dem Wildschwein. “Was machst du in meinem Wald? Niemand darf ohne Erlaubnis meinen Wald betreten, sonst ist er des Todes”, grollte der böse Zauberer. “Aber da du nicht aus dieser Gegend bist, will ich noch einmal gnädig sein! Ich stelle dir drei Aufgaben. Löst du sie, kannst du gehen. Schaffst du es nicht, gehört mir dein Leben.” Darauf holte er ein Stück Papier aus seiner Tasche, zeriss es in 1000 Stücke und zerstreute sie. “Bis zum Morgengrauen müssen alle Stücke wieder hier sein. Fehlt auch nur ein Stück, ist dein Leben verwirkt.” Dann verschwand er.
Da stand nun unser Wildschwein und wusste nicht weiter. Wie es sich auch bemühte, es konnte die kleinen Schipsel einfach nicht fassen. Plötzlich hörte es ein Rascheln im Gebüsch. Der kleine Igel stand vor ihm. Der Igel rollte sich zusammen, kugelte über die Wiese und spießte alle Papierschnipsel auf. Das Wildschwein brauchte sie nur noch absammeln. Das Wildschwein freute sich sehr. Der Zauberer freute sich nicht.
Er führte das Wildschwein zu seinem Schloss. “Hier sind zwei Eimer”, sagte er, “fülle den Schlossgraben mit dem Wasser aus dem Fluss! Bis zum Morgen hast du Zeit. Schaffst du es nicht, ist dein Leben verwirkt!” Das Wildschwein machte sich an die Arbeit. Aber kaum hatte es die Eimer mit Wasser ausgeschüttet, war das Wasser auch schon wieder versickert.
Das Wildschwein wurde ganz traurig. Da raschelte es im Gebüsch und der Biber stand mit seiner ganzen Familie vor dem Wildschwein. Gemeinsam schafften sie es. Das Wildschwein buddelte mit seiner Schnautze einen Kanal und die Biber bauten einen Damm. So leiteten sie das Wasser in den Schlossgraben.
Das Wildschwein freute sich sehr. Der Zauberer freute sich nicht. “Nun zu deiner letzten Aufgabe! Ich habe bei meinem letzten Ausflug einen kleinen goldenen Schlüssel verloren. Er muss irgendwo im Wald sein. Finde ihn und du bist frei! Findest du ihn nicht, gehört mir dein Leben!” Das Wildschwein schnüffelte durch den ganzen Wald. Es konnte keinen Schlüssel finden. Da wurde es ganz traurig.
Plötzlich verdunkelte eine riesige Wolke den Himmel. Tausende Spatzen ließen sich neben dem Wildschwein nieder. Der kleine Spatz hatte alle seine Verwandten mitgebracht. Alle Spatzen begannen den Schlüssel zu suchen. Es graute schon der Morgen. Da endlich hatten sie ihn gefunden. Er war in einem Baum hängengeblieben, als der Zauberer durch die Lüfte geflogen war. Das Wildschwein freute sich sehr. Der Zauberer freute sich nicht. Er ärgerte sich so sehr, dass er zerplatzte. Da ging das Wildschwein ins Schloss und ließ alle Tiere frei. Dabei war auch die Wildschweindame Johanna.
Das Wildschwein verliebte sich sofort bis über beide Ohren in Johanna. Bald gab es ein großes Hochzeitsfest auf dem Schloss. Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute.

Schüler der Klasse 2b
Verbundene Real- und Hauptschule mit Grundschule Wesenberg

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