Jost Reinhold Stiftung

Landesforst MV

Die Natur ist das einzige Buch, das auf allen Blättern großen Gehalt bietet.

— Johann Wolfgang von Goethe

Durch die J-R-Stiftung geförderte Projekte der Landesforst MV:

Ivenacker Eichen

Bildautor: Landesforst MV

Bildautor: Landesforst MV


Die ältesten Eichen Deutschlands und eine einzigartige Dauerausstellung können im Forstamt Stavenhagen im Ivenacker Tiergarten besichtigt werden. Ca. 3,5 m Durchmesser in Brusthöhe und ein Holzvolumen von etwa 180 m³, mit diesen Maßen beeindruckt die stärkste der 1000-jährigen Eichen die Besucher. Beim Betrachten der Eichen streift den Besucher ein Hauch vergangener Zeiten. Um die Dimension dieser uralten Zeitzeugen noch besser erleben zu können, wurde von einem Abdruck der stärksten Eiche ein Skulptur gegossen.

Bildautor: Ralf Hecker

Bildautor: Ralf Hecker

2003 wurde die umfangreiche Sanierung des Barock-Pavillon umgesetzt. mehr…

Das im Jahr 2011 neu errichtete Schaugatter der Turopolje‑Schweine soll dem Besucher veranschaulichen, wie Eichenwälder früher als sogenannte Hutewälder genutzt wurden.

Bildautor: Ralf Hecker

Bildautor: Ralf Hecker


Im Jahr 2014 konnte dank der Untersützung der J-R-Stiftung die Besucherlenkung im Ivenacker Tiergarten erneuert werden.

Als Anerkennung für die Leistungen der J-R-Stiftung und aus Dankbarkeit gegenüber dem Stifter Jost Reinhold und dem als Mitglied des Stiftungsrates maßgeblich Mitwirkenden Dr. Eberhard Voß wurde in Ivenack eine Eiche gewidmet.

Bildautor: Landesforst MV

Bildautor: Landesforst MV


Die Eiche ist eine der Ivenacker Friedenseichen, welche anlässlich der Beendigung des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 gepflanzt wurden. Die Friedenseichen sind Nachkommen der unmittelbar benachbarten, stärksten und ältesten Ivenacker Eiche, der Ring-Eiche.

Wisente auf dem Damerower Werder

Seit 1957 sind im Forstamt Nossentiner Heide auf der Halbinsel im Kölpinsee bei Damerow Wisente zu Hause. Dieses Gehege wurde eingerichtet, um eine Genreserve für die dramatisch dezimierten Bestände des Europäischen Wisents zu erhalten. mehr…

Jugendwaldheim Loppin

Das Jugendwaldheim Loppin im Forstamt Nossentiner Heide liegt östlich von Waren. mehr…

Waldmuseum „Lütt Holthus“ – ein Museum zum Anfassen

Dem traditionsreichen Forstamt Lüttenhagen ist das 1999 eröffnete Waldmuseum Lütt Holthus angeschlossen.

Bildautor: Klaus Borrmann

Bildautor: Klaus Borrmann


Das Waldmuseum befindet sich im 1835 errichteten Marstall, neben dem bereits 1808 erbauten Forsthof.
Das Lütt Holthus ist ein kleines Erlebniszentrum und präsentiert Wissenswertes rund um den Wald – lädt den Besucher zum Riechen, Hören, Anfassen und Ausprobieren ein.
„Doktor Wald“ gibt in der Waldapotheke Einblick in seine Schätze, und in einem begehbaren Fuchsbau lädt Familie Fuchs zu einem Besuch ein. Auf dem Außengelände können ein Waldarbeiterwagen, eine Harzerhütte und eine Mini-Baumschule besichtigt werden.
Die J-R-Stiftung unterstützte die Ausgestaltung des Museums.

Paradiesgarten Lüttenhagen

Der Paradiesgarten Lüttenhagen ist ein kleiner Park, ca. 500 m vom Forstamt Lüttenhagen und dem Lütt Holthus entfernt.
Bildautor: Klaus Borrmann

Bildautor: Klaus Borrmann


Der 1880 mit seinerzeit 27 fremdländischen Baumarten begründete botanische Garten gilt als erster seiner Art in Mecklenburg.
Die von Oberförster Johannes Grapow nach Eberswalder Vorbild errichtete kleine Anlage war parkähnlich angelegt, mit Fußwegen und Pavillon gestaltet und wurde im Volksmund bald als „Paradiesgarten“ bezeichnet.
Das ursprüngliche Gelände von einer Größe von einem halben Hektar wurde unter Einbeziehung der alten Obstplantage und eines Teils des angrenzenden Buchenaltholzes auf rund zwei Hektar erweitert.
Dank der Unterstützung durch die J-R-Stiftung, wurden im Rahmen eines Workshops große Holzskulpturen von Waldgeistern für den Paradiesgarten geschaffen. Diese sind nun im gesamten Park verteilt, wecken die Neugier der Besucher und machen den Spaziergang durch den Garten noch spannender.

Waldbewirtschaftung und Energiegewinnung der Zukunft?

Die J-R-Stiftung unterstützte in den Forstämtern Karbow und Schildfeld ein Forschungsprojekt, bei dem die Anlage von zweihiebigen forstlichen Produktionssystemen erprobt und wissenschaftlich begleitet wird. Dabei wurden schnellwachsende Baumarten wie Pappeln und Weiden mit den langsamer wachsenden Hauptbaumarten (z. B. Erle) auf einer Fläche gemeinsam angepflanzt. Ziel ist, durch den gleichzeitigen Anbau der verschiedenen Baumarten eine frühzeitige Holznutzung, insbesondere zur Gewinnung von Energieholz, zu ermöglichen. Im Unterschied zur Energieholzplantage entsteht eine dauerhaft bewaldete Fläche, die später einer forstwirtschaftlichen Nutzung zugeführt werden kann.

Kunde vom Wald – Kunst aus zwei Jahrhunderten

Anlässlich des Internationalen Jahres der Wälder 2011 organisierte das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz MV gemeinsam mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur MV, dem Betrieb für Bau und Liegenschaften MV, dem Museumsverband und der Landesforst MV eine Kunstausstellung.
Es war möglich, den Besuchern der Ausstellung zahlreiche Kunstwerke zum Thema Wald aus zwei Jahrhunderten zu zeigen. An Hand dieser Komposition von Kunstwerken wurde ein Einblick in den Wandel der Bedeutung des Waldes für die Menschen vermittelt.

Waldklassenzimmer Neuendorf

Mit Hilfe der J-R-Stiftung wurde in einem Nebengebäude der Revierförsterei Neuendorf bei Neubrandenburg ein Waldklassenzimmer errichtet. Hier kann an Projekttagen mit Kindern und Schülern der Region ein gemeinsamer Tag im Wald mit Nachforschungen und Recherchen nachbereitet werden.

Erforschung der Totholzkäferfauna in Naturwaldreservaten

Die Erforschung der Fauna in Wäldern unserer Breiten erlangte mit einer Intensivierung der wissenschaftlichen Dauerbeobachtung von Naturwaldreservaten Ende der 1990-er Jahre bundesweit einen deutlichen Aufschwung. Mit einem Untersuchungsprogramm zur Inventarisierung der Totholzkäferfauna in den mecklenburgischen Naturwaldreservaten leistet das Forstliche Versuchswesen im Auftrag der Landesforst MV seit 2002 wichtige Beiträge zur Erforschung der Biodiversität unserer Wälder.
Mit den aufwändigen Erfassungsarbeiten, für die immer Spezialisten beauftragt werden müssen, unterstützte die J-R-Stiftung dieses Forschungsprogramm über mehrere Jahre in Naturwaldreservaten (NWR) der Forstämter Lüttenhagen, Neustrelitz und Mirow.

Comments are closed.